SMARTACT

Individuelle und kontext-basierte Interventionen in Echtzeit zur Förderung des normalen Ernährungsverhaltens und der körperlichen Aktivität unter Einsatz mobiler Technologie

Die Förderung von Gesundheitsverhalten ist eine große globale Herausforderung im Hinblick auf die Reduktion von Adipositas sowie chronischer Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Ziel des interdisziplinären Präventionsforschungsverbunds SMARTACT ist es, mit Hilfe des Einsatzes mobiler Technologien (z.B. Smartphones, Aktivitätssensoren) das Gesundheitsverhalten im Bereich der Ernährung und körperlichen Aktivität langfristig zu fördern.

Ziel des interdisziplinären Präventionsforschungsverbunds SMARTACT ist die Entwicklung und Erprobung einer SMARTACT-Toolbox, die verschiedene Möglichkeiten zur Unterstützung einer Gesundheitsverhaltensänderung und -aufrechterhaltung für einen breiten Nutzerkreis beinhaltet. Im Rahmen von sechs Teilprojekten werden Interventionen entwickelt, getestet und evaluiert, mit denen das Ernährungsverhalten und die körperliche Aktivität unter Einsatz mobiler Technologie gefördert werden. Durch den Einsatz mobiler Technologien (Smartphones, Aktivitätssensoren) sollen möglichst viele Personen mit individuell zugeschnittenen Interventionen kostengünstig erreicht werden. SMARTACT nutzt theoriebasierte empirische Forschung aus der Psychologie, Sportwissenschaft, Informatik und Gesundheitsökonomie, um mobile Interventionen zu entwickeln und zu evaluieren. Die mobilen Interventionen beziehen psychologische (z.B. Motive, Emotionen) und kontext-bezogene Aspekte (z.B. Stressbelastung) in verschiedenen Lebensumwelten (familiäres und berufliches Umfeld) mit ein. Darüber hinaus kommen Erkenntnisse aus der Informatik zum Einsatz, wie beispielsweise die Anwendung spieltypischer Elemente und Prozesse zur Steigerung der Motivation der Teilnehmenden (Gamification). Die Effektivität der neu entwickelten Interventionen wird schließlich aus einer gesundheitsökonomischen Perspektive evaluiert.

Aufbauend auf den Arbeiten und Ergebnissen der ersten Förderperiode liegt der Fokus von SMARTACT in der zweiten Förderperiode auf der Integration der zwei zentralen Verhaltensbereiche Ernährung und körperliche Aktivität in die Interventions-Toolbox, der Verbesserung der Teilnehmeraktivität und der Aufrechterhaltung von Verhaltensänderungen durch Kurzinterventionen sowie der Evaluierung der Effektivität und Anwendungstiefe der Interventions-Toolbox.

SMARTACT umfasst fünf thematische Teilprojekte (Konstanzer Life-Studie, SMARTMOTIVE, SMARTEMOTION, SMARTFAMILIY, SMARTJOB) und zwei Querschnittsprojekte (SMARTMOBILITY, SMARTECONOMICS). 

Kontakt

Verbundleitung:

Prof. Dr. Britta Renner, Gesundheitspsychologie, Universität Konstanz
Prof. Dr. Harald Schupp, Biologische Psychologie, Universität Konstanz

Verbundkoordination:

Bettina Ott, Gesundheitspsychologie, Universität Konstanz